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-« Neuntes Kapitel
Kirchen innen und außen besetzt hat. Als in der erstenHälfte des dem Cinquecento folgenden Jahrhunderts desdreißigjährigen Krieges Donatus Rom verherrlichte, warenfür ihn Raphael und Michelangelo die beiden Meister,die, einträchtig nebeneinander arbeitend, in den goldenenZeiten Giulio's II. gelebt hatten. Diese Zeiten lagenum hundert Jahre zurück. Jetzt arbeitete ein gewisserNiccolo dell' Abbate sich in Raphael's Auffassung hinein,und es wurde ihm der Ehrenname des ,verbessertenRaphael ' verliehen. Ein gewisser Tibaldi galt als,Michelangelo rikormato'. Die beiden großen Meisteraber kamen den Künstlern als seltsam bescheidene übel-berathene Sonderlinge vor, die sich von der wahren Aus-beutung ihres Talentes durch falsche Rücksichten abhaltenließen. Bald genug wurde vor der Nachahmung Raphael'sdirekt gewarnt. Von Bernini , dem künstlerischen Des-poten des 17. Jahrhundert.
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Außerhalb Italiens erhob sich Raphael wieder.
Frankreich gehörte zu den Consumenten toscanischerKunst. Raphael und Michelangelo hatten ,Aufträge nachFrankreich '. Ein französischer Cardinal bestellte Michel-angelos PietL, eine seiner anderen frühsten Statuen gingnach Frankreich . Dahin die beiden Sklaven des Denk-males für Giulio II . Lionardo starb in Frankreich, -Andrea del Sarto sollte dahin,- Benvenuto Cellini verdienteda viel Geld^ Rosso, ein Schüler Michelangelos , grün-dete die ,Schule von Fontainebleau '. Von Michelangeloseigenen späteren Verhältnissen zu Frankreich wissen wir.