------ Albani. Sacchi. Maratta
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Maratta kam Raphael in der Nachahmung so nahe,daß Werke von ihm Raphael zugeschrieben worden sind.
Während die Vorliebe der Franzosen sür Raphaeldamals so tief heruntergegangen war, daß der Papst denSchülern der römisch-französischen Akademie den vati-kanischen Palast verschloß, innerhalb dessen sie sich denFresken Raphael's gegenüber unerträglich benommenhatten h, begann das römische Publicum wieder zu fühlen,was die Welt an Raphael besaß. So langsam aberblieb diese Bewegung, daß um die Mitte des JahrhundertsMengs und Winckelmann erst, die für unsere Augen denrömischen Dingen des vorigen Jahrhunderts Licht undSchatten verleihen, in Rom für Raphael eintreten mußten,um ihm die Autorität zu erringen, die seitdem dann nichtwieder erschüttert worden ist. Allerdings war CorreggioMengs' und des 18. Jahrhunderts eigentliches Ideal,und was Winckelmann anlangt, so stellte dieser wiederseinen Freund Mengs selbst unbedenklich neben oder überRaphael, wie auch Bellori seiner Zeit mit Sacchi undMaratta gethan: Thatsache aber bleibt, daß von der Zeitab, wo Mengs Schüler unterrichtete, Raphael in seinemAtelier die höchste Stelle als Muster und Vorbild ein-nahm, und daß die deutschen Künstler in Rom dies imGedächtniß hielten. Die Jüngeren unter den Deutschen begannen sich nun mit Raphael zu beschäftigen als einemunumgänglichen Meister. Der Streit, ob Raphael oderMichelangelo der Größere sei, entbrannte und wurde stetsvon Neuem entfacht. Raphael trug den Sieg davon,denn Mengs und Winckelmann haßten Michelangelo.
st 1708. Schon 1702 hatte der Papst den Unfug nicht längermit ansehen wollen.