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Streich mir die alten Falten von der StirnUnd die Gedanken-Runzeln aus den Brauen,Fortan soll nur dein Kuß, du schmucke Dirn',Und Arbeitsschweiß aus diesen Schlafen thauen.
Hinein in's Bad! des Staubes letzten Rest,Daß ihn hinweg der Schaum der Welle spüle!Wie dehnt die Brust, so enge, so gepreßt,
Sich selig aus in dieses Morgens Kühle!
Den alten Adam tauch' ich opfernd ein.
Tu, weihe, Meer, mich selbst zum neuen Loose,Laß mich gesund und dein aus ewig sein,
Wenn ich entsteige deinem Mutterschooße!