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Uuf dem Kalenöerge.
An Anastasius Grün.
28o Du einst, im Arm die Harfe, gingest Deine Dichterpfade,
Durch die Kaiserstadt und längs der Donau lustigem Gestade,
Bin ich jüngst Dir nachgeschnitten, treulich und mit frommem
Fuß,
Dich im Munde, Dich im Herzen, edler Anastasius!
War mir doch, als ob die Welle grüßend Deinen Namen
rauschte,
Ob Dein Auge, groß und feurig, aus dem Grün der Reben
lauschte;
Um den Kalenberg ergoß sich und den Felsen Leopold
Deiner Dichtung lichter Nimbus und der Abendsonne Gold.
Ja, das sind dieselben Bäume, die um Deine Stirn gesäuselt,
Hier am Söller hat der Nachtwind Deine Locken kühl durch-
kräuselt,
Dort hast Du geruht im Grase, ewiger Gedanken voll,
Als das hohe Lied vom Frühling glühend Deiner Brust ent-quoll.