scheu ist eigentlich derLehrer schon die Lehre; —er glaubt Gläubige»; — in einem zweiten We-sen sucht er die Menschwerdung seiner Gedan-ken und Gefühle, besonders seiner religiösen;darum aber ist die Achtung fär das predigendeEinzelwesen von großer Zurückwirkung. So sinduns deshalb in der Geschichte die Beispiele derhöchsten Aufopferungen erhebend und liebens-würdig, indeß eine strenge Sittcnlchre, dienichts als dasselbe befiehlt, niederschlagend undsäst abstoßend einwirkt. — Dem Volke beson-ders ist der Priester die personifizierte Religion;und wenn an ihm auf der Kanzel (wie Ma-lebranche sagte) alles zum Beweise wird, so-gar seine Acrmel: so behalt' er diese doch an;denn Aermel, welche erbauen, sind besser alsZöpfe an Zopfpredigern, die ärgern. Daherunsre Alten ganz recht mit dem Priesterornatdie Würde bezeichneten; — daher behauptetvielleicht der Mönch durch das Einhergehen inunveränderter Kleidung seinen Nimbus besser;— daher hielten die Vorfahren die Einmi-schung der Geistlichen in die gemeinen Geschäf-te und Lustbarkeiten des Lebens für mißlich.
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