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Pftrö.
seinen Zustand verschlimmern. Die Pferde hm-rcr den Magen spannen, eine Sache verkehrtanfangen. Einem geschenkten Pferde mußman nicht in das Maut sehen, dessen Alterz« erforschen, d. i. ein Geschenk muß man nichtzu genau untersuchen. Pferde, die den Haferverdienen, bekommen ihn nicht. Trauwohlritt das Pferd weg, sagt man, wenn manvon jemanden, in welchen man ein zu großesVertrauen gesetzt hatte, hintergangen wlrd. Auftzem fahlen Pferde betroffen werden, übereiner Lüge, in einem Irrthume betroffen werden,seine Schwäche verrathen; eine Redensart, wel-che einige obgleich mit geringer Wahrscheinlich-keit, aus Offenb. 6, andere eben so gezwungenvom Belisario herleiten, welcher in den Schlach-ten ein-fahles Pferd geritten, und daher-leichtvon den Feinden erkannt worden. JnMchendie Zusammensetzungen, ein Ackerpferd. Dienft-pferd, Lehenpferd, Miechspferd, Kutschpferd,Kcirpferd, Hufarenpferd, Zugpferd, Post-pferd, Handpferd. Garcelpferd, Jagdpferd,'' Lrmrerpferd, Lreudenpferd u. s. f.
, , 2 . Figürlich versteht, man unter pstrd zu-
rveilcü ein berittenes Pferd, d. i. das Pferdund seinen Reuter. Ein Commando von hun-dert Pferden ausschicken, von hundert Reu-tern. Mit zehn Pferden kommen, mit zehnzu Pferde sitzenden Personen.
Bey dem Königshöfen lautet dieses Wort Pfe-rir, kni Nicders. Peers. Ler Nahme ist alt, ob ersich gleich in unsern ältesten Denkmählern nicht fin-, det. "Das Lat. VersNr,«, ein Poftpferd, ist genau da-mit verwandt, obgleich Feftus glaubte, daß es diesenNahmen daher habe, grii» rbeusm vakn. Auch im- Arabischen bedeutet dar«« ein Pferd, und selbst pev-sieu, welches in der gelehrten Sprache von Jndo-stgn Phnris oder Phgristnn heißt, soll seinen Nah-men
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