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den wissen. Ueberhaupt scheinen sie durchgängigdie Sklaverey der Freyheit vorzuziehen. DieGewohnheit sogar, wozu man sie gezwungenund der sie sich einmahl unterworfen haben,pflegt bey ihnen zur andern Natur zu werden.Man weiß ja, daß Pferde, die man frey inWaldungen laufen ließ, durch beständiges Wie-hern ihre Gegenwart zu erkennen gegeben undder Stimme jedes Menschen entgegen gelaufensind. Noch mehr, sie sind (in dieser ungewohn-ten Einsamkeit) bey einem Ueberfluß abwechseln-der Nahrung, dermaßen abgezehret, daß ihr Le-ben in kurzer Zeit in Gefahr gerathen.
Unter allen Thieren ist unstreitig dasPferd- bey seiner lang gestreckten Leibesbeschaf»fenheit, an allen Theilen seines Körpers am re-gelmäßigsten und zierlichsten gebauet. Man ver-gleiche nur einmahl die Thiere mit demselben,die nach der Ordnung der Natur unmittelbarüber oder unter Ihm stehen. Wie schlecht istnicht, in Vergleichung mit einem Pferde, derEsel gebauet! Was hat nicht der Löwe für ei-nen ungeheuern Kopf! und der Ochs? Wasfür dünne, kurze Füße, zu seinem großen, plum-pen Körper! Wie häßlich fällt nicht die Gestalteines Kameels in die Augen! Und sind nichtjene große Lasten der Erde, die Nasehörner undElephanten, gleichsam bloß ungestaltete, vonFleisch und Knochen zusammen gehäufte Klum-pen? In der großen Verlängerung der Kiynla-gen bestehet der vorzüglichste Unterschied zwischender Figur der Köpfe von Menschen und vier«füßigen Thieren, und zugleich der unedelste Cha«rakter unter allen übrigen. Ob indessen gleichdas Pferd mit sehr langen Kinnbacken versehenist, so hat man ihm doch weder die blödsinnige
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