zo Pferd.
dert Thalern, einige sogar um vier, fünf bissechstausend Livreö n. s. f. verkauft.
In so fern die Araber statt eines Hausesbloß ein Zelt haben, so muß ihnen dieses zugleicher Zelt statt einer Wohnung und einerStalles dienen. Stuten, Füllen, Mann, Weib.Kinder, alles liegt hier vermischt unter und ne-den einander. Oft sieht man hier die kleinenKinder über den Leib, oft über den Hals derStute oder ihres Füllens ausgestreckt liegen, oh-ne daß ihnen diese Thiere den mindesten Scha-den oder Beschwerde zufüge» sollten. Sie schei«nen aus Besorgniß, ihnen ein Leid anzuthun,sich kaum die kleinste Bewegung zu erlauben,und sind an diese Vertraulichkeit mit der gan-zen Familie des Zeltes dermaßen gewöhnet, daßdie Kinder mir ihnen ungestört tändeln können,Wie sie wollen. Die Araber schlagen ihre Pfer-de niemahls. Vielmehr gehen sie ungemein lieb?reich mit ihnen um, und warten dieselben aufsangelegentste *), lassen sie fast immer im Schrit-te gehen und verursachen ihnen ohne Noth nie-mahls eine Strapatze. Sobald sie aber merken,daß man sie mit der Ecke des Steigbügels inder Seite kitzelt, ziehen sie plötzlich aus, undrennen mit einer unglaublichen Geschwindigkeitfort. Ueber Hecken oder Zaune und Grabensetzen sie mit der Leichtigkeit eines Hirsches, undsind so wohl abgerichtet, daß, wenn ihr.Reitervon ungefähr herunter fällt, sie auch im flüchtig-sten Galopp gleich anhalten.
Die arabischen Pferde sind insgesammtvon mittlerem Wüchse, ungezwungener Leibeöge-stalr und ehe mager, als fett. Die Eigenthümerputzen sie Morgends und Abends so regelmäßig
und
') S. allgemeine Reisen, >. c.