§8 Pferd.
oder Müllerpferde ist noch viel außerordentlicher.Einige kragen wohl drey Maß, jedes wenigstens70 engl. Pfund schwer. Eine noch größere Last,als die kleinen Raßen von Kameelen tragenkönnen!
Die inländischen Arten englischer Pferdetaugen gar nicht zum Ixriege. Die von denEngländern hierzu bestimmten Pferde werdenaus einer Vermischung der flandrischen mitden deutschen Raßen erzeuget, welche durch Erd-reich und gute Wartung verbessert worden.Durch den großen Ruf der englischen Pferde,ist die Ausführung derselben aus dem Lande zueinem großen Zweige der Handlung gediehen. S.
»Berl. Mag. I. B. S. 552. rc.
Ehemahls hatten die italiänischen Pferdein Ansehung der Schönheit, einen großen Vor-zug vor den jetzigen; weil man, seit gewissenJahren, die Stutereyen sehr vernachlässiget hat.Indessen hat man doch neapolitanische Pferdevon vorzüglicher Schönheit, besonders zum Ge-spanne. Ueberhaupt betrachtet, bestehet ihr Feh-lerhaftes, in einem großen'Kopf, dickem Halseund in einer Ungelehrigkeit, welche die Abrich-tung derselben ungemein beschwerlich macht. ZurEntschädigung für diese Fehler haben sie unseinen vollkommenen Wuchs, einen Stolz undeinen Anstand in ihren Bewegungen anzubieten,der wenig seines Gleichen hat. Sie sind alsowegen ihres, natürlichen Hanges zum Stolziren,ungemein geschickt, Paradepferde vor den Kut,schen abzugeben. Doch gibt es auch Läufer un-ter ihnen, wie Fig. 6415 dergleichen vorstellt *).
Der
*) Von dem Neavs-simnirch-n Läufer lese und sehe manim herzog von Neukastel >. c>>. x. g. j. 7. t'sb.g.und Herr» von Neitzenftein. I. cü. r»t». m. x. s.