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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Von den dänischen Stutereyen sagt Pon«toppidan, sie wären vor Zeiten häufiger, alsitzt gewesen, da man eingesehen, daß der Och-senhandel und die sogenannten Holländereyeneinträglicher waren. Der Verf. verdient überdiesen Punkt selbst nachgelesen zu werden. —Zn Ansehung des Haares pflegen sie größten-theils Kastanienbraun oder schwarz, zum Theilauch Apfelschimmel, nur wenige aber gelb, fahloder weiß zu seyn. Eines von den Dingen,welche die dänischen Pferde besonders ansehnlichmachen, ist ihr langer und vollständiger Schweif,welcher auch in guten Ställen nicht gekammet,sondern bloß mir einem wollenen Lappen, desSchweißes wegen, abgetrocknet wird, und zwareine Locke nach der andern. Vorzüglich hütetman sich, ohne Noth ja nie ein Haar auszu,reißen.

Deutschland *) ist mit sehr schönen Pfer-den versehen. Die ungewöhnliche Schwere undder Mangel eines starken oder langen Athemspflegen ihre Hauptfehler auszumachen, ob siegleich meistentheils von arabischen, türkischen,auch wohl von spanischen, italienischen, und inneueren Zeiten besonders von englischen Pferdenabstammen, womit man die Stutereyen unter-hält. Sonst war das Vorurtheil gegen die ein-heimischen Pferde sehr groß, und man glaubtesie zum geschwinden Laufen, z. B. zur Jagd,nicht gebrauchen zu können. Seitdem man abermehrere Sorgfalt auf die einheimischen Stute,reuen gewendet hat, zieht man in mehreren Ge-gen.

*) Man lese von den deutschen Vferde« benNeukastel >.c.x. g. j.s »nd Herrn von Rertzrnfi. 1.« k. 7 . n.u.