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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 85

sogenannte Züdchen- oder Weichselselzöpft ver-flochten. Die Brust findet man bey dein Pohslen mehr schmal als breit, die Schultern plattund die Schenkel gewöhnlich etwas zu schwach;am seltensten trifft man ihre Hufe ohne Fehler;durchgängig sind die Wände immer mehr oderweniger eingezogen, und die innern Theile ha-ben, ehe sie bey uns noch dienstbar wurden,durch die fatiguanten Märsche an Entzündun-gen gelitten. Ihr Widerrist ist mehr erhabenals seicht, ihr Rücken geradlaufend, ihre Flan-ken aufgeschürzt, und ihre Krupe abgeschliffen.Das Hintertheil ist im Allgemeinen genommenmehr spillicht als stark, die Hanken mager undbiegsam, und das Ganze für das Auge mehrwidrig als schön.

Dieß ist jedoch nur das Gebäude des Poh-len im Allgemeinen, es gibt auch gute, und, dasmangelhafte Verhältniß einiger Theile gegenein-ander abgerechnet, schön geformte Pohlen, vor-züglich. trifft man diese Bauart bey den kleinenund gedrungenen Pohlen an, so wie z. B. in Fig.6419 eins der besseren Pferde dieser Rastegezeichnet ist. Seltener findet man große Poh-len, die veehaltnißmäßig gebaut sind, so wieüberhaupt der große Pohle in jeder Hinsicht un-ter seiner Raße der schlechteste ist.

Wenn nichts die Abstammung des Pohlenverrath, so ist es sein verkehrter Hals und seinabgeschliffener Kreuztheii, die so auffallend mar»kirt sind, daß es fast unmöglich wird, die Ra-ste zu verkennen.

Der Pohle ist immer mehr oder wenigermit dem Russen verwandt, aus dessen Raße er

8 Z auch

*) S Herrn v on T e» necker's vereinigte Wissenschaften derPferdezucht- V. Heft Taf. i3.