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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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Die Pflanzen und die Thiere verarlen beyandrer Luft, so daß bey der vierten, sechstenGeneration oft nicht ein karakteristischer Zug: ih-rer vorigen Abstammung noch sichtbar ist Dießist eine allgemeine praktische Erfahrung, die allesophistische Theorien über diesen Gegenstand wi-derlegt. ,

Man hat Pohlen von Pohlen, auf deut-schem Boden gezogen, bey der zweyten Genera-tion schor, so verartet gesehen, daß man nur mitMühe ihre Raße erkennen konnte.

Mit holsteinischen Fohlen erzogen, bildetensie sich auch mit diesen .im vierten Zahre schonaus, und jede Fortpflanzung von ihnen verlormehr an Eigenthümlichkeiten ihrer Abstammung

Doch nicht das Klima allein, such die Nah-rung ist au dieser Veränderung Schuld, die dieForm und Mischung der thierischen Materie aufanderem Boden erleidet. Die Grundursache desfeinern Baues der arabischen, barbarischen undtürkischen Pferde ist gewiß mit in ihren bessern,sich leicht assimilirenden Nahrungsmitteln zufuchen. :

Pferde, die auf hohen bergigen Gegendenweiden, die aromatische Krauter genießen, er-halten theils durch die Einwirkung des freundli-chern Klima's, durch den reinen Aether der Luft.in deren erhöhten Regionen sie sich aufhalten,und theils durch die bessern Nahrungsmittel ei-nen ganz andern Bau. als Pferde, die in nie»drigen sumpfigen Triften, bey saurem schilfigenGras erzogen werden. Dieser Unterschied wirdsogar schon bey Pferden eines Landes ,- die inverschiedenen Provinzen erzogen wurden, auf-fallend. Das Thüringer Landpferd z, B. in demfettesten Gau dieser Provinz, in der sogenann-