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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 141

irnd dieß sind die fünften in jeder Reihe vonunten auf gezahlt.

Die nähmliche Ordnung, welche die Naturbeym Ausbruche der Milchzahne beobachtet, be-folgt sie auch genau bey dem Wechsel derselben.Die Fülleuzangenzahne kommen zuerst im Un-termaule hervor, und werden auch zuerst wiederausgeworfen. Ihr Ausfallen geschieht, wieschon bemerkt worden, wenn das Füllen etwa2^ Jahr alt ist, und ihre Stelle wird sogleichwieder durch vier Pferdezangenzähne erseht, diealsdann, wenn das Füllen drey volle Jahr altist, ganz herausgewachsen und ziemlich abgerie-ben sind.

In eben der Zeit, da die Zangenzahne ge-wechselt werden, fallen auch acht Milchbacken-zahne aus, nähmlich die beyden untersten an je-der Seite, die durch eben so viel Pferdebacken-zähne erseht werden.

Es ist noch zu bemerken, daß der Ausbruchund das Wechseln der Zahne sich auf keineganz genau bestimmte Zeit angeben lasse. Durchzufällige Dinge, als Wege, Nahrung, Beschaf-fenheit des Körpers, und vornähmlich nach derRaße des Thiers erfolget er bald etwas früherbald etwas spater. Gut gefütterte Füllen vonstarker Leibesbeschaffenheit zahnen gemeiniglichfrüher, als solche, die kümmerlich von Wuchsund schwächlich sind. Auch ist es ein allgemei-ner Erfahrungsatz, daß Füllen von edler Raßenicht nur langsamer wachsen und sichffpärec aus-bilden, als die von gemeiner Art, sondern daßbey erster» auch alle Zahnveränderungen späterals bey den letztem geschehen.

Wenn das Füllen ungefähr ZZ Jahr altist, so fallen die Milchmittelzähne aus, und ihre

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