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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Die Ursache, warum die Natur die Milch-zähne nicht so groß unv dauerhaft gemacht hat,baß sie die Lebenszeit des Thieres aushalten, son-dern durch andere ersetzt werden müssen, laßtsich aus der Naturgeschichte der Zahne hinrei-chend erklären. Es w-rhalt sich mit oem Wachs-thum bey ihnen nicht so wie bey den andernKnochen, (die Gehvrbeine auSgenommei.') daßsie erst in der Zeit ihre völlige Größe erlangen,wenn. das'Pferd ausgewachsen ist; sondern essind sowohl die Milch- als auch die Plerdezahne«lftoennam größten, wenn sie noch nicht langedurchgebrochen si-id. Nach dieser Zeit nehmen siein eben dem Maße an Länge ab, als ihre Ober-fläche abgerieben wlrd.a Nach dem äußern Anse-hen sollte man glauben , > daß die Zahne, da sienach. und nach weiter aus dem Zahnst ische her-vorkommen, m ihrer eigentlichen Lange zunehmen;Mein hier trügt der Schein. Die Zähne kom-men mit ihren Wurzeln aus den ZahnhöhlenHexans, dergestalt., daß man bey alten Thierendie Zahnwurzeln nur in geringer Tiefe in dieZahnhöhlen eingesenkt findet, daher sie denn w -k-kesir unch in hohem Alter ganz ausfallen. Mankann sich von der Wahrheit dieser Thatsachedurch genaue Vcrgleichung der aus den Kinn-backen. eines jungen und eines alten Pferdes ge-brochenen Zahne vollkommen überzeugen. DieSchneide- und Backenzähne von einem jungenPferde findet man langer und an ihren Wur-zeln geöffnet, die von alten Pferden aber kürzer,und ihre Wurzeln abgezehrt und'verschlossen.

Nach sauf Jahren laßt sich das Alter desPferdes am best.-n und sichersten an den Kun-den der Eckzähne und an der Beschaffenheit dersämmtlichen Schneider und Hakenzahne erkennen.

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