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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 147

und ihre Farbe ist weisser geworden; das Zahn-fleisch fangt an sich zurück zu ziehen, und dieKunden auf den Eckzähnen der Hinterkinnladensind klein, rund und fast völlig weggerieben. DieHakenzahne verlieren auch in diesem Alter ihrescharfen Ränder und Spitzen und werden rundund stumpf.

In den meisten Fällen laßt sich das Alterdes Pferdes, so lange es nicht sieben bis achtJahre überschreitet, mit Gewißheit angeben. Nach-her aber wird die Bestimmung des Alters sehrunsicher und trüglich.

Einige französische Schriftsteller behauptenzwar, das Alter der Pferde bis zu eilf oderzwölf Jahren an den Zähnen erkennen zu kön-nen; allein wer die Kennzeichen, woraus sie esbestimmen wollen, erprobt, den wird die Erfah-rung lehren, daß sie sehr unsicher und trüglichsind. Sie sind der Meinung, daß mit dem sich-sten Jahre die Kunden auf den Zangen-, mitdem siebenten auf den Mittel-, und mit dem ach-ten auf den Eckzähnen in dem Hinterkinnbackenverschwinden; mir dem neunten sollen sich dieKunden auf den Zangen-, mit dem zehnten aufden Mittel-, und mir dem eilften oder zwölftenauf den Eckzahnen des Vorderkinnbackens ver-lieren.

Es gehen freylich nach dem achten Jahrenoch Veränderungen an den Zahnen vor, alleindie Zeit, wenn solche eintreten, ist zu unsicherund unbestimmt, als daß sich daraus mit Si-cherheit das Alter angeben lassen sollte.

Die Veränderungen, die nach acht Jahrenan den Schneidezähnen vorgehen, sind folgende:i. sie schieben sich mit ihren Wurzeln nach undnach langer aus den Kinnladen hervor; 2. sie

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