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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 149

Auch die Lebensweise des Pferdes und dieNahrungsmittel haben auf die Beschaffenheit derZähne einen sehr großen Einfluß. Pferde, diealle Sommer weiden, nutzen ihre Schneidezahnestark ab, und stehen diese kurzen Zahne, wie beyjungen Pferden, in gerader Richtung auf einan-der. Dahingegen nuhen sich die Vorderzahne sol-cher Pferde, die beständig im Stalle ernähretwerden, und hartes Futter, besonders Bohnen«und Wickenfutler, oder sogenanntes Rauhzeug,zu fressen bekommen, wenig ab, so daß sich nichtfesten die Kunden darauf erhalten. Diese lan-gen, nicht .stark abgenutzten Zähne neigen sichsehr vorwärts und stehen in ganz schräger Rich-tung auf einander.

Bewundernswerth ist die Einrichtung derNatur, daß sich die Zahne, nach Maßgabe, wie siedurchs Freffeu abgenutzt werden, auf Kosten ih-rer Wurzeln hervorschieben, wodurch das Ge-biß in Ordnung erhalten wird. Dieses Nachschie-ben scheint allein durch die Zusammenziehungder Kinnladen, die die Zahne einklammern, be-wirkt zu werden. Das Nachrücken der Zähneauf Kosten ihrer Wurzeln erfolgt bey allen Zah-nen in gleichem Maß und Verhältniß, wovonman sich durch Betrachtung der Wurzeln ansolchen Zähnen überzeugen kann, die keine Geg-ner hakten, die also, da sie nicht abgerieben wor-den, außerordentlich lang heraus stehen. Hierausläßt es sich auch erklären, warum bey Pf-roen,die man im Stalle mit hartem Futter ernährt,da denn die Backenzähne stark, die Schneidezah-ne aber wenig oder gar nicht abgerieben werden,diese bey einer beträchtlichen Länge eine starkvorwärts geneigte Richtung e halten. Ohne einesolche schräge Richtung der Schncidezähne wär-

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