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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. IZ7

von den Milchzähnen sowohl in der Form als ander. Farbe. Jene sind lang. breit, braun, schruin-pfig, und haben auf ihrer Höhe eine Höhlung, dieman den Lern oder Lunve nennt; weil sie das fer-nere Alter kenntbac macht, diese aber sind kurz,klein, weiß und gefüllt.

Der Regel nach könnte man ein Pferd, wennes ausgeschoben, und also mir dem fünften Jahrefür ausgewachsen erklären; wekches aber bey edlenPferden nicht ist, die oft erst im 7ten Jahre dieseEigenschaft erhalten, daß sie völlig ausgewachsenund gebildet sind. Wenn die Pferdezähne hervor--kommen, so erscheinen sie breit und scharf wie dieFig. 6428. 0. f. zeiget, und inwendig lieget dasZahnfleisch darin. Nach und nach kommt dex Zahnweiter, das Zahnfleisch weicht zurück, und nun zeigtsich auf der Höhe die erwähnte Höhlung. Fig 6448.lll. 6 In den Eckzähnen steckt das Zahnfleisch bis'indas fünfte Jahr, yrit welchem es verschwindet, undder Zahn sich völlig zeigt. Die Farbe an solchenZahnen ist hellbraun, und die Rauhigkeit, oder ihreschrumplige äußere Fläche bestehet in Furchen, wel-che längs den Zähnen herunter gewachsen sind. DieMiichzähne oder Füllenzähne sind weiß.und. glättwie Elfenbein, auf der Höhe sind sie erhabener, be-merken aber doch eine schwarze Reife Fig, 6428. ä.1. 2. z; die man mit der sogenannten ausgeholtenKunde, Fig. 6428. L. welche ebenfalls schwarz ist,nicht verwechseln darf.

6. Hat das Pferd seine Pferdezahne, und dieCckzähne sind nicht länger, als ein halber kleinerFinger breit über das Zahnfleisch hervorgewachsen;auf allen übrigen ist aber noch eine sehe bemerklicheKunde: so ist das Pferd fünfjährig, wovon dennauch die Schärfe der Haken, die inwendig hohl sind,zeuget.

In dem vorigen §. habe ich bemerklich gemacht,daß das Zahnfleisch mir dem fünften Jahre ausden Eckzähnen verschwunden sey. Wenn man daherdieses wahrnimmt, und der Eckzahu ist nicht langer,wie die Hälfte der Dicke eines kleinen Fingers aus-macht; auch die Haken erscheinen sehr spitzig undscharf, in welchen sich inwendig eine Höhle findet,Fig. 6428 l).; ingleichen, wenn die Kunde auf denZangen noch bemerkiich ist: so kann man sicher schlier