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das Gebiß liegen und wirken muß, so verdientdieser Theil vornähmlich bey Reitpferden Auf-merksamkeit.
Die Laden dürfen weder zu hoch und scharf-noch zu niedrig und rund seyn, wenn das Ge-biß eine gehörige Wirkung darauf thun soll.Im ersten Falle hat das Pferd ein äußerst em-pfindliches- und im andern ein sehr gefühllosesMaul., Diese Theile werden nicht selten voMGebisse verletzt und bekommen schmerzhafte Wun-den, die sich dadurch am ersten zu erkennen ge-ben, daß das Pferd keine Anlehnung auf dasMundstück Nimmt, und bey der geringsten Wir-kung desselben mit dem Köpfe schüttelt, sich wohlgar bäumt und dem Willen des Reuters nichtfolgt. Man überzeugt sich näher von den ver-letzten Laden, wettn man sie mit dem Fingeruntersucht, da man denn nicht selten auf deirentblößten Knochen fühlt.
Die Beschädigung der Laden ist zwar inden gewöhnlichen Fallen und be» angemessenerBehandlung nicht gefährlich und deren Heilungnicht sehr langwierig; dem Pferde darf aber vorder völligen Heilung kein Gebiß angelegt werden.
29) Die Hungerzitzen, von einigen auchGallen genannt, sind zwey kleine zitzenförmigeKörper, die sich unter der Zunge verschiedeneFinger breit über den Schneidezahnen befinden.Unsere Vorfahren schnitten sie oftmahls weg,weil sie dafür hielten, daß sie das Pferd amSaufen hinderten. Einige neuere SchriftstellertatheN eben diese Operation, wiewohl mit gro-ßem Unrecht an- indem es ihnen nicht bekanntist, daß sie dieser Thierart eigen sind. „Siehaben kleine Oeffnuttgen, die mit Speicheldrüsen inVerbindung stehen, und Speichel ausfließen lassen.
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