lZo Pferd.
wenn das Pferd nicht die Anlehnung aufs Mund-stück vcrkeren, und krellig in der Hand werdensoll.
Macht die Haut des Halses in der Ge-gend seiner Anhefnmg am Widerriß viele Fal-ten/so nehmen alte Bereiter dieß als ein Zei-chen der guten Richtung des Kopfes und dergehörigen Zurückarbeitung deö Halses an.
Der obere Theil des Halses, der Ramm,ist durch seine ganze Lange mit langen undstarken Haaren beseht, die man Halshaare oderMähnen nennt, und die nach der Raße, nachder Abstammung des Thieres verschieden sind.Was hierüber zu bemerken wäre, ist schon imArt. Mähne, Th. 82, S. 764 st. gesagt wor-den, wo man auch Abbildungen der Mahnenfindet.
Zu den krankhaften Zufällen des Halsesgehöret außer der an dem eben angeführten Ortebemerkten Räude auch der Bluraderkropf, eineverhärtete Geschwulst der zurückführenden Blut-ader des Kopses, an welcher man gewöhnlichdie Operation des Aderlassens unternimmt, de-ren ungeschickte Ausübung zu diesen kalten Ge-schwülsten Anlaß gibt. die erscheinet dem Ge-fühl als eine bald größere bald kleinere Erhö-hung, die schmerzlos, hart, ohne Hitze undSpannung ist. Eigentlich beleidigen sie nur dasAuge, und sind ein Fehler der Schönheit. IhreGröße nimmt jedoch von Jahr zu Jahr zu,und, ohne der thierischen Organisation nachtei-lig zu seyn, entstellen sie doch das Ansetzn desPferdes sehr.
Man trifft den Blutaderkropf oft auf bey-den Flachen des Halses in der Gegend, wo diesogenannte Lungenader gelagert ist, an, da die
Opera-