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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 20Z

Schenkel steif, durch die Verknöcherung derKnorpel unbewegsam, und in seiner freyen Be«wegung gehindert, so, daß der Gang des Thie-res eng, wenig räumend, und wie gespannt wird.Nur durch die Warme, Bewegung und Reibungder Grundtheilchen an einander, durch die ver-mehrte Transpiration erhalt er wieder einige Be-wegsamkeit, daher der etwas freyere Gang stei-fer Pferde, wenn sie einige Zeit geritten sind. —-Pferdehändler benutzen diese natürliche Folge derthierischen Organisation, und reiten ihre altenzu viel gebrauchten Pferde erstlich warm, ehe sieder Käufer mustert.

VIH. Von dem Kegel.

Der längste unter den Knochen, von wel-cher! die Vorderfchenkel zusammengesetzt sind, istder Kegelknochen, oder Arm genannt. Er gehörtunter die Zahl der cylinbrischen Knochen, undverbindet sich oben mit dem untern Ende desQnerbeins, und unten mit der ersten Reihe derKnieknochen. Rückwärts ragt ein beträchtlicherFortsatz in die Höhe, der unter dem Nahmendes Ellenbogens bekannt ist. Von der Richtungdes letzter» hängt die Breite ab, die der Kegelan seinem oberen Theile hat. Je mehr er. sichnach rückwärts beugt, desto breiter wird der Ke-gel, und je breiter er ist, desto schöner ist er.Eben so nothwendig wird der Ellenbogen selbst.Ohne sein Daseyn würde jeder Tritt des Schen-kels unsicher seyn, weil die Bewegung des Ke-gels so weit vor- als rückwärts statt fände. Zemehr der Ellenbogen hervorstehet, um so mehrwird die Hebelkraft vermehrt, und die Wirkungder Muskeln erhöht; übrigens muß er . sich im