Pferd. 2H
Gleichbeinen geht, und die Bewegung des Fußeshervorbringt.
Die Raße der Pferde hat merklichen Ein-fluß auf die Form des Schienbeins. Lange undStarke unterscheiden das Edle von dem GeMeünen. Jenes hat Uebereinstimmung mit demGanzen, dieses fehlt oft in der Länge, oft inder Stärke, oft in beyden zugleich wider dasEbenmaß.
Die Richtung des Schienbeins muß gerade,seine Lange und Starke den übrigen Theilenangemessen, und der'Vordertheil mit feiner Haut,die mit kurzen Haaren besehe ist, überzogen seyn.Von der Seite betrachtet, muß das Röhrbeinbreit, und von der Beugesehne, durch eine her-absieigende Rinne, merkbar unterschieden seyn.
Das schönste und beste Schienbein ist das-jenige, das nebst diesen Eigenschaften an seinemobern Theil eine breite, runde Gestalt hat, diesich abwärts immer weiter ausdehnt. Je breiterdas Schienbein in der Gegend des Knöchels ist,desto größer ist seine Kraft, desto höher schätztman seinen Werth.
Allzulange Schienbeine, die gewöhnlich auchgegen die Größe und Stärke des Körpers zuschwach und fein sind, nennt man Gpillbeine.Pferde aus hohen warmen Gegenden haben allefeine, magere Schenkel, allein sie stehen mir denübrigen Theilen des Körpers im Verhältniß;aber bey Pferden aus kalten, niedern Gegenden,wo dieser Bau nicht in der Raße liegt, und ge-wöhnlich der Körper zu schwer und groß imVerhältniß zu den Schenkeln ist, hat man Ur-sache sie für ein Zeichen der Schwäche und derUnbrauchbarkeit zu halten. In Betracht derDicke und Stärke des Schienbeins muß man
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