Pferd. 2!y
Durch diese beyden Knochen werden dieBerührungspunkte des Knöchelgclenks vermehret,die Beugesehne des Hufes gespannt, das Spieldes Gelenks erleichtert, und das Ausweichen desSchienbeins nach rückwärts gehindert.
Sie gehören mit zu dem Gelenke, welchesdas Schienbein mit dem Fesselgelenk macht, unddas man im ganzen Umfange unter dem Nah-men des Knöchel» oder Köthengelenkes begreift.
Die Haut, die diesen Theil umgibt, ist mitzweyerley Gattungen von Haaren beseht, vor-wärts mit dünnen und kurzen, rückwärts hin-gegen mit langen und starken. Die lehtern wer-den Aorhhaare genannt, weil '.sich bey üblemWege der meiste Koth daran hängt. Uebrigcnsscheinen sie dazu zu dienen, um die Verlehungenzu verhindern, denen dieser Theil vermöge seinerForm und Richtung in rauhen, steinige^ We-gen ausgesetzt ist.
Die Kothhaare unterscheiden sich, wie allelangen Haare am Körper, nach der Art undAbstammung der Thiere. Bey Pferden von ed-ler, feiner Raße sind sie fein, dünn und kurz,bey Pferden von gemeinem Schlage aber lang.grob und dick, woran sich im Winter aber ganzeKlumpen von gefrornem Kothe ansetzen und dasPferd schlagen und belästigen.
Nach einer eingeführten Gewohnheit rupftman die Kothhaare aus. Bey Pferden, die nichtallzuviel behängen sind, sollte man dieß nichtthun; sie schützen den untern Theil des Köchen«gelenks vor den rauhen Eindrücken der übel ge-pflasie ten Straßen, der steinigen Wege, vorder scharfen einschneidenden Eisrinde des gefror»nen Schnees, und sehr oft entstehen daher diemaukigen Ausflüsse, die «ine Verletzung dieser