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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 227

tend, da er den Gang der Thiere zaghaft, un-sicher, oder wohl gar lahm macht.

Eine eigene Krankheit, welcher bisweilen.der Knöchel bey Fohlen unterworfen ist, ist jenesEreigniß, das man bey Kindern die englischeKrankheit nennt.' Sie besteht in einer Aufblä«huvg der Gelenkknochen, oder vielmehr nur ineiner Ausdehnung des untern Randes des Schien-beines; sie verlaßt jedoch die jungen Thiere wie-der/ wenn sie in das Pferdealtec treten.

An den Seitenflächen des-Knöchels findensich oft kleine Flußgallen, die mit dem Wesenund der Entstehung der Fluß oder Gelenkgallendes Kniees vollkommen überein kommen; sie ver-mindern zwar den Werth des Thiers, ohne je-doch seinem Dienste, wenn sie nicht zu zahlreichund von einer bedeutenden Größe sind, nachthei,lig zu seyn.

XlH. Von der Fessel.

Das Fefselbeiti gehört mit unter die Zahlder cylindxischen Knochen. Es folgt auf dasSchienbein und die Gleichbeine, und ist um zweyDritcheile kürzer, als das Schienbein.

Alle Pferde von. edler Abstammung habenverhältnismäßig längere Fesselbeine, als die vongemeinem Schlage. Die erstern sind dünne, oh.ne schwach zu seyn. Die Härte ihres Wesensersetzt.den Mangel an Dicke.

Der Fesselknochen muß. in einer schiefenRichtung vom Knöchel vorwärts nach dem'Hufegehen. Weicht die Stellung dieses Knochensvon der Richtung ab, so daß er sich zu viel aufdie eine oder die andere Seite wendet, so drehter die Fessel auS chem BleMaß, Pnd, das Pferd

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