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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 299

Der Trab besteht darin: wenn das Pferdallemahl zwey einander entgegen gesetzte Füße,nähmlich den rechten Vorder- und linken Hin-terfuß, oder umgekehrt, zugleich aufhebt und nie-dersetzet. Von diesem Gange ist in Ansehung desRuhepunkces eben das zu sagen, was von demSchritte gesagt ist, daher er zu dem natürlichen^Gange gehört.

Auch der Galopp muß aus eben demGrunde dazu gezahlet werden. Man nehme an,das Pferd galoppier rechts: so stämmet sich derlinke Hinterfuß zuerst auf die Erde, und gleichdarauf fallen der rechte Hinter- und^linke Vor-derfuß fast zugleich, endlich aber der rechte Vor-derfuß nieder. Die Beine bewegen sich also eben-falls in das Kreuz. Man gehe auf Weiden,so wird man an den sich daselbst befindendenPferden diese Gänge beobachten, welchen durchdie Kunst noch nichts hat gelehrt werden können.

Diese drey natürlichen Gange werden nundurch die Kunst nach gewissen Cadeneen einge-richtet, abgekürzet, oder beschleuniget. Nicht min-der lehrt man die Pferde die Füße zur Seiteund über einander setzen, und allerley Bewe-gungen mit ihren Körpern auf der Erde ma-chen, welches man Schulen nennt. Diese Schu-len nebst den nach den Regeln der Reitkunsteingerichteten und verbesserten natürlichen Gan-gen. werden sämmtlich unter die künstlichen be-griffen.

Im obigen sind diese Gänge auch zu denwahren gezählt; allein man muß bemerken, ddßsie alsdann, sobald sie von den vorgeschriebenen.Regeln abweichen, auch falsch genannt werden

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