Pferd. zoi
ben Muskeln zu lange angestrengt werd/rr, wo-gegen bey abwechselnder Bewegung auch andereMuskeln zur Thätigkeit kommen. Aus demTrabe entstehen der Schritt und Galop. Alskünstlich betrachtet, bestehet er in einer starken,geschwinden, erhabenen vorwärtsgehenden undabwechselnden Bewegung zweyer kreuzweise gegeneinander über seyenden Füße, welche jedesmahlnach abgemessenen zweyen Zeitpunkten zugleichaufgehoben und niedergesetzt werden.
Wenn ich sage, daß aus dem Trabe derSchritt und Galop entstehen, so soll es so vielbedeuten: aus einem nach richtigen Regeln durchdie Kunst gebildeten Trabe entstehen ein gehöri-ger Schritt und Galop, oder der gehörige undregelmäßige Schritt und Galop setzen den re-gelmäßigen Trab voraus. Zu einem regelmäßi-gen und gehörigen Trabe wird erfordert, daß erentschlossen, entbunden und vereinigt sey, undwenn der Trab diese drey Eigenschaften an sichhat, so wird dem Pferde, welches einen solchengehet, der Schritt und Galop leicht. Diese Ei-genschaften entstehen, wenn der Reiter dasPferd in einer trabinäßigen Bewegung reitet,und ös in dieser Bewegung durch Hülfen undAnhalten so lange und so viel unterstützet, bises in der Stellung und Bewegung ist, daß manvon ihm mit Wahrheit sagen kann, es trabeentschlossen, entbunden und vereinigt. Durchdas Traben werden also diese Eigenschaften er-langet, wobey es sich von selbst versteht, daßman ein Pferd nicht aus vollen Bugen forttra»ben lassen darf, ohne auf dessen Stellung achtzu haben; sonst wird der Trab nicht vereinigtwerden, und wird die Entbindung selbst nichterfolgen, so schnell es auch jury Traben ange-halten werden möchte, Wenn