Pferd.
ZIZ
Die mehrsten Pferde nehmen bey dem.'Kö-ken einen festen Stützpunkt in der Krippe oderauf dem Rande derselben, indessen ziehen einigenur den Halfterstrang stramm, wenn sie köken,welches jedoch alsdann mit keinem so lautenTon verbunden ist, als wenn sie aufsetzen. Dieseletzte Art pflegt man Wind- oder Lruft-Gchnspper zu nennen *).
Ob es gleich richtig ist, daß die Köker gröestentheils feste und arbeitsame Pferde sind, sowird doch bey den mehrsten Menschen ihr Werthdurch das Köken herabgesetzt. Einige von sol-chen Pferden sind auch oft den Windkolikenausgesetzt, woran sie denn auch zuletzt nicht sel-ten ums Leben kommen.
Scharfe Fresser und feste dauerhafte Pferdefangen bey vieler Ruhe und abgemessenen Fut-terportionen am ersten das Köken an, und sieverrathen nicht selten durch häufiges Lecken« inder Krippe die erste Neigung dazu. Unter sol-chen Pferden, die viel arbeiten, und wenn sieRuhe genießen, immer etwas zu fressen vor sichhaben, wie dieß besonders bey den Pferden derLandleute der Fall ist kommen keine Köker vor.
Es gehört übrigens auch unter die /Zahlder erblichen Uebel, daher denn Hengste und
U Z Stu-
*) „Manche behaupten, sagt Havemann, daß nicht alleKöker Luft ausstoßen, sondern daß einige vielmehr Lusteinschlucken, daher sie denn dieses Einschlucken durch da«Anlegen eines Kökriem« verhindern und dadurch den Wind-eoliken vorbaue« «ollen- Es fällt inir nicht schwer dasoffenherzige Bekenntniß abzulegen, daß ich noch viel dun-keles in dieser Materie finde, weshalb ich alle, die Gele-genheit dazu haben, bitte, fich die Aufklärung dieser Ma-terie nach Möglichkeit angelegen seyn zu lassen. Sovielist gewiß, daß die aufmerksamste anatomische Untersuchungbey den Pferde», die köken, nichts abweichendes von dergesunden Beschaffenheit weder an dem Magen noch <mdem Wagenmunde entdeckt."