Z 28 Pferd.
Pferdemilch fast allein zum gemeinen Ge-tränke unv zum Branntweinmachen, wovon derArt. NAlckbrannrwein, Th. 90, S. 595 st.nachzusehen tst. Von der zum Branntwein be-stimmten Milch wird kein Schmant abgenom-men, sondern von Zeit zu Zeit alles, mit einerArt von Butterstock wohl unter einander gerührt.Eine auf diese und andere Werse gesäuertePferdemilch wird auf Kalmückisch Tscbigan,auf Tartarisch Aumyß genannt, und zum Theilals ein Getränk, theils zum Branntweinbren-nen verbraucht.
Die Uebertreibung des Branntweins bleibtganz allein den Weibern überlasten. Die eigent-liche Zuküstung dabey ist von Pallas aus-führlich beschrieben und abgebildet. Dle Kalmuk-ken bezeugen, daß ihr Milchbranntwein in ge-ringer Menge nicht so hurtig rausche, als derrussische "*); wenn man ihn aber bis zurTrunkenheit genösse, bliebe man zwey Tage langnärrisch und brauche noch längere Zeit seinenRausch ganz auszuschlafen.
Das ungemein saure Ucberbleibsel derMilch, welches die Kalmücken Busah nennen,wird nicht verschleudert, sondern auf verschiedeneArt genutzt. Theils pflegen sie es, mit frischerMilch vermischt, sogleich zu verzehren, theilszum Bereiten der Schaf- und Lämmerfelle zubrauchen. Im ersten Falle nennen sie das Ge-misch Gchnurm^k und genießen es mir vielemAppetit.
Eben
') Nuch bey den kleinen Tartern oder Nogaineu ist eS ge-wihnlich E- Taverniers Reisen p. 147.
**) !. i'it S.
-'*) S. Gört. Sammt, von Reisen, gr. 8. > 751 . IV. Lh.
r. -7i.