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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. Z5Z

Wie weit würden wir in der Heilung un-serer Hauöthiere gekommen seyn, wenn wir mehrauf diejenigen Acht hätten, welche die Naturpflegt und heilet, wenn wir beobachteten, durchwelche Mittel die Natur die Krankheiten, dieGebrechen der wilden Thiere überhaupt, herstel-let. Thaten wir es mit sorgsam forschendemGeiste: wir würden ein Buch aufschlagen, des-sen Vorschriften uns nicht tauschten, das-unsdie Krankheiten, ihre Ursachen, ihre Zufalle,und ihre Heilung kennen lehrte.

Aber wie wenig kennt man, wie wenig'studiert man doch die Naturgeschichte des Pfer-des, des Hausthieres, welches der menschlichenGesellschaft so viel nützet, ihr so unentbehrlichwird.

Sorgsam bekümmert man sich um die Na»turgeschichte der Thiere, die außer unserm Va-terlands, unter dem entferntesten Klima, in ei-nem ganz anderen Welttheile wohnen, die unsnicht so geradezu nützen, die man nie sah, viel-leicht nie sehen wird; nur den Instinkt, nurdie Naturgeschichte unserer Hausthiere bemühtman sich nicht kennen zu lernen, die unsdoch so viele Vortheile gewahren, die täglich füruns arbeiten, die uns oft aus Gefahren retten,und denen man nicht selten die Erhaltung seinesLebens zu danken hat. Diese Thiere vergißtman, so nahe und nützlich sie uns auch sind;ohne Besorgniß überlaßt man die Heilung ihrerGebrechen oft unwissenden Schmieden, Hirtenund Kutschern, die weder die Natur, weder dieThiere, weder die Krankheit, noch ihre Ursachenund Heilmittel kennen.

Ein immer geheimer Trieb, der tief in denNerven wohnt, ein Trieb, der fühlet, verlangt,

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