Pferd. Zyl
Knechte müssen bey dem Durchziehen -es Strickssehr geschwind verfahren, indem die Stutensonst den Kopf gar zu leicht wieder herausziehen.Ist das Pferd auf diese Art fest, so zieht ei-ner ovcr zwey Knechte den Strick durch dievon Gatterwerk gemachte Stallthüre dergestalt,daß das Pferd mit dem Kopfe davor stößt.Weil nun die Sture wenig oder gar keine Luftschöpfen kann, steht sie aus Angst still und laßtsich bedecken. Sobald der Sprung Vollender ist,halt einer von den im Stalle stehenden Leutendie in dem Ringe befestigte Linie an, und derdicke Strick wird nachgelassen, wodurch sich dieSchlinge wieder löset, und das Pferd den Kopfherausziehen kann. Einige Stuten sind hierinschon so erfahren, daß sie sogleich still stehen undsich bedecken lassen, wenn sie nur den Strickan dem Halse fühlen; daß man es nicht ein-mahl nöthig hat, sie so stark an die Thüre zuziehen.
Wenn unter diesen Stuten schadhafte sind,oder wenn sie eingesungen werden sollen, so be-dient man sich allemahl dieses Dampfseiles, wel-ches ein leichtes, geschwindes und dabey sicheresMittel ist; indem man noch kein Beyspiel hat,daß eine Stute dadurch fehlerhaft gewordenwäre.
Die tragenden Stuten werden, wenn sieihr Füllen geworfen, den achten Tag daraufgleich wieder bedeckt, wobey sie am ehestenbestehen, welches man aus der Erfahrung ange-merkt hat. Oft wird man aber den rechten Tagwenn das Füllen jung wird, nicht gewahr, weildie Stuten in dem Walde werfen, weshalb manauch den achten Tag zum Bedecken verfehlenkann. Inzwischen kommt es auch auf ein paar
Bb 4 Tage