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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Wrd. Z95

eben nicht geschieht, indem die ersten Füllen ge-meinhin doch nicht die. besten sind.

Wenn eine Stute zum ersten Mahle be-deckt wird, bekommt sie einen Nahmen, wie manbekanntlich die Pferde in den Marställen undzahmen Gestüten auch mit Nahmen zu belegenpflegt, um sie wegen der großen Anzahl zu un-terscheiden. Mit diesem Nahmen werden siesodann in das Bsschalregister unter die Arrzahlder bedeckten Stuten geschrieben.

Ob eine Stute trächtig sey oder nicht,merkt man bekanntlich daran- das sich das Fül-len, »penn es über die Hälfte ist, bey der Stu-te regt. wenn sie sauft. Ob aber eine jungezum erstenmahl bedeckte Stute empfangen ha-be, davon kann man bey, dem Gestüte viel eherNachricht haben, welches bemerkonswerth ist.Eine solche junge Stute verläßt, wenn sie träch-tig ist, sogleich ihre Gesellschaft und gesellet sichzu den alten tragenden Stuten, die sie auchwillig aufnehmen. Ueberhaupt kann man sich dieTreue und Liebe, welche zwischen den Stutenherrscht, nicht vorstellen. So schwer es ist, dieSturen von einander zu trennen, so gefährlichwüpde es seyn, eine fremde Stute unter dieSenner zu jagen; denn sie würde gewiß nichtlebendig wieder zwischen ihnen heraus zu bun-ten seyn; daher man auch die Anzahl der Stu-gen auf keine andere Weise vermehren kann, alsdurch Stuten, welche in diesem Gestüte gefallensind. , . , '

Die Pflichten des Stutenwärters bey die-sem Gestüte sind. folgende, Der Skutenwärkerist schuldig, mit seinen Knechten täglich in demWalde zu untersuchen, ob sich auch etwas schad-haftes im Gestüte befindet. Wenn das ist, so

muß