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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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400 Pferd.

Beschäler angetroffen werden; denn ein schönerBeschäler ohne Güte wird schwache, und einguter Beschäler ohne Schönheit, wird häßlicheFüllen zeugen; wobey jedoch, wiewohl selten,eine Ausnahme statt findet, indem ein Füllenauf das drille Glied zurückschlagen kann. Eskönnen aber doch auch von schwachen, aber da-bey schönen Hengsten, starke und vermögendeFüllen fallen, wenn nähmlich die Stute, womitsich der Beschäler begattet, von außerordentlicherStarke ist. Man muß aber diesen Umstand alseine Ausnahme von der Regel ansehen, und sichnicht durch die Gestalt eines solchen schönenHengstes hinreisten lasten, ihn in ein reines undedles Gestüt zu sehen. Auf gleiche Art könnenvon einem häßlichen Hengste die schönsten, undvon einem schönen Hengste die häßlichsten Fül-len fallen; wovon man nicht wenige Beyspielehat, deren einige Prizelius in der vollständigenPferdewiffenschaft S. 12» fi. erzählt.

Wenn ein Hengst gut und brav, dabey aberhäßlich ist, man weiß aber, daß er einige Gene-rationen hindurch von einer edlen und schönenRaße abstammt, so kann man ihn in einem rei-nen Gestüte brauchen. Dabey ist aber zu ra«rhen, allemahl den Versuch erst mit ein paarStuten zu machen, weil es dennoch seyn kann,daß es fehlschlägt; würde er aber der Regelnach schöne Füllen lzeugen, so kann man ihmohne Besorgniß, daß er die Raße verderbe, einegehörige Anzahl Stuten zutheilen. Hierbey kommtnur wieder ein Umstand in Betracht, der unan-genehm ist, nähmlich, daß man an den Füllennicht mit Gewißheit sehen kann, was nach ih-rer Entwickelung aus ihnen werde, weil sie nurgar zu sehr durch das Wachsthum, bald zu ih-rem