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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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einleuchtend, baß erlernte Geschicklichkeiten sichunmöglich auf die Nachkommen fortpflanzenkönnen; sonst'müßten die Füllen, welche von ei-nem Beschäler sielen, der alle Schulen machte,sie auch machen können, wohl aber gehen dieGeschicklichkeiten auf die Füllen über, die derBeschäler von Natur an sich hak. Die Anlagezum spanischen Schritte muß schon in der Na-tur des Pferdes liegen, wie die zu einem erha-benen Trabe und Galop; sonst können sie deinPferde nicht gelehrt werden, und diese natürlicheDisposition pflanzt sich auf die Nachkommen fort.

Da die einem Beschäler von Name eige-nen Tugenden gewiß auf die Nachkommen fort-gepflanzt werden, und es möglich ist, ein vonNatur boshaftes und lasterhaftes Thier durchdie Abdichtung zu verbessern, und es auf Tu-genden zu führen, und sie ihm gleichsam zur an-dern Namr zu machen: so ist es wahrscheinlichauch möglich, daß dessen Nachkommen in derJugend weniger Bosheit spüren lassen, wie ehe-dem der Vater gethan. Unter diesem Gesichts-punkte müssen wir die Fortpflanzung der Tu-genden ansehn; und so betrachtet, kann die Ab«richtung der Beschäler nühlich werden. Es istein großer Fehler, wenn man sich bey einem Be-schäler so wenig um dessen Inneres bekümmert,und nur die Figur ansieht, daher man denn auchwiderspenstige, tückische, boshafte und scheuePferde bekommt.

Die Gesundheit eines Beschälers ist schlech-terdings erforderlich, da die Fehler der Bildungund der Safte sich viel gewisser fortpflanzen, alsdie Gemüthsart. Wenn daher das Blut einesPferdes ungesund ist: so werden von ihm Pferdeentstehen, welche mit eben demselben Nakurfeh-

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