Pferd.
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Vielfältig findet man, daß Handlungen derStuten, welche sowohl von ihrem bösen als gu-ten Willen herrühren, sich bey ihren Nachkom-men auf das deutlichste wieder zeigen; und wieoft hört man nicht von Privatpersonen überdiese oder jene Handlung ihres Pferdes sprechenund hinzusetzen: eö ist ihm nicht abzugewöhnen,seine Mutter war eben so.
Es gibt einige Stuten, welche ihre Füllennichts weniger als lieben, sondern nach ihnenbeißen und schlagen, wenn sie sich, Nahrung zusuchen, ihrem Euter nahen. Dergleichen Stu-ten müssen nicht in Gestüten geduldet werden.So widernatürlich dieses auch immer ist, weilsonst eine jede Mutter, sogar der Tieger nichtausgenommen, ihren Jungen mit außerordentli-cher Liebe zugethan ist: so gewiß ist es dennoch,und man hat Beyspiele, daß eine solche Stuteihr Füllen erschlagen hat. Viele Sturen sindaußerordentlich kitzlich, und, widersetzen sich ausdem Grunde auch'dem Beschälen, wenn sie auchvon der Natur noch so sehr dazu angereizt wer-den. Von solchen ist es allemahl zu besorgen,daß sie auch ihr Füllen nicht gern annehmen,wenn sie es auch lieben; inzwischen ist diesesdoch nicht als Regel zu nehmen.
Die Gesundheit ist bey einer Stute umso mehr erforderlich, da das Füllen an allen ih-ren Saften Antheil nimmt. Sind diese ver-dorben, so muß das Füllen nothwendig sehr dar-unter leiden.
Es bedarf kaum einer Erklärung, daß dieUngesundheit der Stute sich auf ihre Füllenfortpflanze. Bey allen Geschöpfen, welche ihreJungen bey sich entwickeln, ihnen durch ihreSäfte Nahrung mittheilen, und deren Entwicke-
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