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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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4Z0 Pferd.

das Versohlen woher es Wolle, so ist es einedurch viele Erfahrungen bestätigte Wahrheit,daß eine Sture, wenn sie einmahl versohlet hat,es zu wiederholen geneigt wird, und daß dieserUmstand eine Stute ungleich mehr entkräfte,als der Wurf eines vollständigen Füllens, wiedenn auch eine solche sehr bald zu Grunde geht.Der Fall, daß man einer trächtigen Stute dasFüllen abzutreiben suchen sollte, wird sich wohlselten ereignen, und es würde nur mit Gefahrder Sture geschehen. Sollte es sich ereignen,was Herr von Reihenstein annimmt, wenner sagt: „Manchmahl begehrt man wohl selbstden Saamen in einer Stute vor der Zeit ab-zutreiben, weil sie entweder von einem schlechtenHengste bedeckt worden ist, oder weil man siezur Arbeit nicht entbehren kann rc.," so wäredennoch zu rathen, die Stute nicht durch ab-treibende Mittel zu entkräften, weil es nur zuleicht geschehen kann, daß sie nie wieder zu ge-hörigen Kräften kommt. Man laste sie das Fül-len zur gehörigen Zeit bringen, und gefällt esnicht, so ist es immer Zeit, es wegzugeben.

Eine Stute muß von allen erblichen Feh-lern frep seyn. Die Blindheit, welche an einemBeschäler unter gewissen Bedingungen verstattetwerden kann, ist an einer Zuchtstute schlechter-dings verwerflich, weil sie nickt grasen kann.

Wenn man einen Hengst wegen Fehlervom Bedecken ausschließt, so muß eine Stuteum so mehr von der Zucht entfernt bleiben,wenn sie mir Erbmängeln behaftet ist. Siewürde der Frucht, die sie trägt, ihre eigeen. '! Mangel und Krankheiten durst, das Blutnoch eher mittheilen, wie der Beschäler, und ein

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