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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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456 Pferd.

rien Gestüten keine schwache Beschäler geduldetwerden müssen.

In Landgestüten gibt man einem Beschälerwohl 40 Stuten, welche er auch bis Ende Zu,nius bedecken kann. Ueberdem so kommt es beysolchen Beschälern nicht so sehr darauf an, obsie ihr Amt viele oder wenigere Jahre verwal»ten, weil sie nicht so kostbar sind, als die, wel-che man aus entfernten Landern für reine Ge-stüte kommen läßt. Die Vorgesetzten bey sol-chen Landgestüten übertreiben es noch wohl gar,und theilen einem Beschäler wohl 82 Stutenzu, welches aber nicht zu billigen ist, weil da-durch viele Stuten leer ausgehen, wodurch derLandmann um seine Kosten, und die Freude,ein Füllen groß zu ziehen, gebracht wird, auchferner die Lust verliert, seine Stuten bedecken zulassen.

Von den zu einem Gestüte nöthigen Ge-bäuden *).

Zu einem Gestüte werden Gebäude erfor-dert, welche nach der Verschiedenheit der Ge-stüte sowohl, als nach deren Größe oder Anzahlder Stuten anzuordnen sind. Eine andere Ein,richtung erfordern Gebäude zu einem wilden Ge«stäke; eine andere zu einem halbwilden; undwieder eine andere zu einem zahmen Gestüte.

In wilden Gestüten, wo die Stuten undBeschäler das ganze Jahr herum laufen, wer-den nur Heuschoppen erfordert, in welche man-ey allzustrenger Kälte und Schnee, Heu bringt;damit die notleidenden Thiere nicht umkommen.

Au-

*) MSN sehe Prlzeliur'r vollständige Uerdewissenschaft,S. 187 st-