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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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wohl ein Jahr nach dem Beschälen geschieht, —muß er genau Acht geben lassen, damit einerStute, welche etwa Hülfe nöthig hatte, zurrechten Zeit geholfen werde.

12. Auf junge Stuten, welche zum erstenMahle ein Füllen chringen, ist das Augenmerkzu verdoppeln, ob st/ihre Füllen sieben, gut an»nehmen, und mit hinlänglicher Milch versehensind.

iz. Füllen, welche ihre Mutter bey derGeburt oder sonst verlieren, muß er durch an-dere Stuten oder Kuhmilch, unterhalten lassen.

Die Stuten tragen bekanntlich eilf Mona-the und etliche Tage darüber, und diejenigen,welche schlecht ernährt sind, wohl ein ganzesJahr und etliche Tage. Der Zeitpunkt der Ge-burt des Füllens ist auch oft, wegen einer ver-kehrten Lage des Füllens, den Stuten sehr ge-fährlich, und sie können, wenn sie keine Hülfebekommen, gar leicht dabey umkommen, weshalbdie Aufmerksamkeit zu einer solchen Zeit im Ge-stüte zu verdoppeln ist. Der Gestütmeister mußso viel wissen, wie er einer Stute ihrer Bürdeentledige, und, wenn er keinen Kurschmidr hat,selbst Hand anlegen; damit er wenigstens dieStute rette, wenn auch dos Füllen zu Grundeginge. Dieser Vorfall trägt sich in großen Ge-stüten vielfältig zu; weshalb auch eine beständigeWache bey den Stuten seyn muß.

Stuten, welche ihre Füllen nicht annehmenund lieben, müssen freylich nicht im Gestüte geduldet werden, man kann aber einen Versuchmachen, ob sie sich nicht dazu bequemen wollen.In der Verlegenheit, worin. ich mich befand,jagt Prizelius, da eine Stute ihr Füllennicht annehmen wollte, wurde ich der vielen

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