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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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720 Pferd.

es unmöglich , schönere Pferds »Figuren sich zudenken, als man sie unter diesen Thieren imdritten Jahre vorfindet. Sie bleiben aber nach»her selten fehlerfrey, werden häufig blind, und.sind den Gallen und andern Krankheiten anden Füßen sehr unterworfen, haben auch durch-gängig platte und schlechte Hufe."

Es folgt nun ein kurzes Verzeichnis; derbesten Privatgestüte in Preußen und Litthauen,nach alphabetischer Ordnung, von denen die mei-sten indessen, wie schon gesagt, nur eine geringeAnzahl, aber zum Theil sehr schöne Pferde, er-ziehen."

Althof Ragint, Königl. Domainen-Amtin Litrhauen, besitzt die vortrefflichsten Wiesenund Weiden an der Memel und Scheschuppa,und war vor einigen Jahren unter dem Amts«rath Collenberg das Hauptgestüt in Litrhauen.Es wurden vorzüglich vortreffliche Kutschenpfer-de gezogen, und in Zügen für iooc> bis izooRthlr. sowohl nach Polen, als im Lande ver«kauft. Der neue Besitzer gibt sich indessen vieleMühe, den alten Ruhm seiner Pferdezucht zubehaupten."

Angerap, adeliches Gut in Litrhauen, demreichsten Particulier in Preußen, dem Kriegs-rath von Fahrenheide gehörig, welcher sehr guteReitpferde zieht, und mehrere schöne ausländi-sche Beschäler besitzt. Er hält einen eigenen ge-schickten Stallmeister, der auf seine Kosten ge-reist ist, und in Wien unter Professor Woll-stein die Vieharzneykunst erlernt hat."

Balgarden, Königl. Domainenamt in Lit-thauen. Der einzige Inhaber, Herr AmrsrathKöhler, zieht sehr gute und dauerhafte Pferde,«r Hak unter andern, als ich daselbst Mr, einen