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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Wie kostspielig und mangelhaft »die. Admi-nistration- der königlichen Gestüte in Frankreichwar, kann man daraus abnehmen, daß nach dePreseau de Dompierres Berechnung jedesvierjährige Gestürpferd dem Könige auf 6000LjvreS zu, stehen kam.

Die Engländer wenden unter allen Natio-nen bekanntlich am meisten auf die Pferdezucht,und sparen keinen Aufwand, sich die besten. .Arabischen und Barbarischen Hengste zu Vers.' schaffen. Einige PartikulierS. bestachen einst, ei-lten Sklaven, um einen Hengst aus des Kais, ffers von Marocco Gestüte zu entführen, und sierüsteten, nachdem den Ifaub verabredet war, ein» Eigenes Fahrzeug aus, um das Pferd sogleichabführen zu lassen. Dieses Pferd kam mit al-len Unkosten auf 82,000, Livres zu stehen.

In England zahlt man öfters 100. Guineenfür den Sprung eines Beschälers, als Beschäl-geld. Die Sprünge des berühmten Beschälers- und Wettläufers Mask und Eelipse wurden auf:diese Act bezahlt. Zeder bedeckte zo Stutenin einem Jahr, und ihre Besitzer hatten, alsoein jeder eine jährliche Einnahme von zz,ooc»Gulden. ^

Den Arabern und Türken gefällt die breiteund platte Stirn an den Aferden ungemein, sowie die mäßig gebogeye Stirne und die Hechtssnase den Engländern. Die Spanier, Neapoli-taner,. Dänen, und HoWeiner lieben, die R.gms-köpfe.

Die Türken lieben die Grauschimmel aus.sie, ordentlich, und man sieht bey ihnen ganze Ge-stüte und große Trupps Spahis beritten vonsolcher Farbe. Sie behaupten, diese. Farbe ,und.Gattung der Pferd«? setzen die besten untz dqirer?