Pferd.
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Pferde zu betrachten. Der größte Handel mitdiesen Pferden geht nach Deutschland, Frank-reich, Oesterreich und Rußland. Die Regierungvertheilt jährlich an diejenigen, welche die bestenHengste vorzeigen, und für Fohlen von den be-sten Raßen gewisse nicht unbedeutende Prämienaus. Zm Jahr 1797 rechnete man nach einermöglichst genauen Angabe, daß aus Dännemarkund den dazu gehörigen Herzogthümern 16002Pferde in fremde Länder ausgeführt wurden.
Die alten Aegyptier bildeten eine Frau, dieeine zu frühe Geburt hatte, unter dem Sinn-bild einer Stute, die auf einen Wolf tritt, ab,denn man sagte: wenn eine tragende Sture ineine Wolföfahrde trete, so verwerfe sie ihr Junges.
Eben so stellten sie das Bild eines schwa-chen und furchtsamen Menschen dadurch vor,daß sie ein Pferd, über das eine Eule wegfliegt,darstellten. Man behauptet nähmlich, daß jeder-zeit die Eule wegfliegt, wenn ein Pferd in ihreNahe kommt.
Die Araber haben eine Art Pferde, dienach ihrer Meinung ursprünglich von der Sru»terey des Königs Salomo's abstammen sollen.Sie trauen einigen Zweigen dieser Pferderaßendie Klugheit zu, daß sie, wenn sie in einerSchlacht verwundet, und also untüchtig werden,ihren Reiter zu tragen, sich wegbegeben, um ihnin Sicherheit zu bringen. Fällt der Reiter ab,so bleiben sie bey ihm stehen» und wiehern, biser Hülfe bekommt. Schlaft er auf offenemFelde, so wiehern sie, wenn sie einen Reiter er-blicken.
Das Reiten auf europäische Art ist nurbey den japanischen Soldaten, auch manchmahlbey Standespersonen in den Städten gebräuchr
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