Wie wir nun für solche erwünschte Wahl/ mit freudigem herzenin steisfcr Hoffnung glükhafter Regierulrg/demVatter der Liechteren/von welchem alle WeißheitundgureEabherkomt/danken: alsobit-reu wir eben denselbigen von gründ unsecer herzen/daß Er E. E.W.mit Weißheit und Verstand nach mehrn ersullen/mit kraft unkerstü-tzen/und mit fridfertiger Regierung beseligen wolle. Dißmahlen aberE. E- W- verdienten Ehrenruhm anßzufnhren/oder meinen herzli-chen Wunsch mit vilen Worten darzutlun/ist nicht mein vorhaben/auch mein Geist zngering/die Feder zusüwach/und der Ranm zu eng.Beydes ist von vilen fürtresflichen Marineren beyder Ständen/ inund äussere unserm lieben Vatterland hnrlich geschehen/derenwenig,stenrhetl/namlich allein derjenigen/sonochPoetischer Manier threLob-und Ehrenwünsche in die Feder gefasset/hie zusamen gerragen/nnd zueinem beständigenzengnußhochverdienten RuhmsindenTrnckver-fertiget worden/welches E.E.W.verhofentlich in gewohnten gnadenauf-und anznnemmen belieben wird.
Nach eins/ wo ich nicht zu eng eingeschränket were/ tön« ichauß gewüssen Ursachen keineswegs unterlassen; Nämlich wegen sol-cher hohen Ehr/auch E. E. W. vilgeehnen Fr. Muter herzlt ch Glückzuwünschen/weil dise gottselige Ehren-Ma/ron/ohne exempel/in ih,rem hohen Alter des 8 r. jahrs/mit grosseifreuden erlebk/daß Ihr HerrSohn/nicht allein in feinerJugend/ein Sohn dcsSrandes von groftfer hofnung/ auch nicht allein gesegneter Kinderen/ sonder des Stan-deSundLandes/undhiemitauchIhrerffbstencinrhenrerundliebwer«therVacter worden.Dise besondere Wrnderfteudwölle Jhro der Al-lerhöchst in gesegneten gesunden ragen noch lang lassen zu lieb werden/und also ob E-E. W. unserem Haubt/and Vatter des VatterlandShalten und walten mitewigergnadundoarmherzigkeir/durch unsere»Herren Jesum Christum/ Amen. Ergeben in Zürich den 11. tagHornnng/,rS7o.
L. E. W.
Meines gnädigen i)«« BurgeemeisserSunterthanggehorsamester Diener
Zch.Lavater/?:^