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Das zum Gebrauch leicht gemachte Microscopium : oder, I. Eine Beschreibung, Berechnung und Erläuterung der Natur, Gebrauch und Vergrösserungskraft der besten Gattung von Microscopiis ... II. Eine Erzählung und historische Nachricht dessen, was bis jetzo mit diesem Instrument vor erstaunenswürdige Entdeckungen gemachet worden. Deme beygefüget eine Nachricht vom Polypo, u. L. Steiners Beschreibung seines neu-erfundenen Universal-Microscopii ... / vormals in englischer Sprache beschrieben von Herrn Heinrich Baker, nun ... ins Teutsche übersetzet und mit nöthigen Kupfern geziert von J. L. St.
Entstehung
Seite
289
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2s8 DasXI.HI. Capitel.

nehmen würde; die Fäden oder Saiten, sowieBart heißen, bestehen aus einem Schleim,welchen die Muschel an einen vesten Cörperanhänget, und solches ausziehen kau, gleich-wie eine Spinne ihr Gespunft machen, nndsich dabey vcst zu halten vermag, daß sie nichtvorn Wasser weggespühlet werde. WannMuscheln in Wasser mit Salz gethan wer-den, so kau mcm das Vergnügen haben zu se-hen , wie sie dieses Werk verrichten, und sichselber an.die Seiten des Gefäßes, worinn siegethan worden, bevestigen. Meerschneckeu,Muschelauftern, gewundene Muschlen, undeine Menge anderer Schaalfischen, sind 0 b-welche nur schlecht untersuchet worden,deßwegen ein ernstlicher Forscher in die Na-tur-Geheimnüssen gewiß seyn mag, nochSchönheiten zu entdecken, von denen wir itzonoch keine Begriffe haben.

Das XI.IV. Capitel.

Von den Haaren.

Haare der Thieren, scheinen vor demNicrolcopio sehr ungleich und verschie-den zu seyn, und kau uns eine Menge derAbwechslungen von Beobachtungen verlei-ben. IVlalpjZKi hat sie tubular zu seyn entde-cket, das ist, sie sollen aus einer Menge Röh-ren oder Pfeifen bestehen, bey Untersuchungeines Pferdehaars vom Hals und Schwanz,