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Monatschrift für Helveziens Töchter / von Leonhard Meister
Entstehung
Seite
7
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Umsonst, daß wir über die weibliche Lesesuchtschreien, lieber denken wir auf bessere Richtungderselben! Gleich wenig unterhaltend ist dieTischgenoßin oder Lebensgefehrttnn, wenn siegar nichts liest, und wenn sie nichts liest alseitle Romanen. In dem einen Falle quälenLeerheit und Ueberdruß, im andern Fallequält ein Romanheld. Aus Mangel an Un-terhaltung schleichen wir aus dem SchooßDer Familie, von der Seite der Gattin undTochter: Und gleichwol könnten wir nirgendsglücklicher leben, als in dem häuslichen Schoosse.Wozu unaufhörlich auswärts Besuche, Geschäfteund Spiele? Wozu die kostspieligen Lustbarkei-ten und Freuden? Wozu der Umgang mit allerWelt, ohne Umgang im eigenen Hause? Umda Vergnügen zu schöpfen, müssen wir in denErholungsstunden Zeitvertreib haben. Den wol-