Blühn, frischen Knospen gleich, die Töchtern die
zur Seite?
In ihrer Mitte sehen wir
Dich Mutter auch, wie sie, so jugendlich noch heute.
Der Reif des Alters schonet dir.
Ja, deine Jugend wird mit jedem Lenz erneuert.Durch welche Wundcrkraft bleibst duVon jedem Wechsel, gleich Unsterblichen, bcfrcyct?Dies Wunder wirkt die Seelenruh.
Dem reinen Himmel gleicht dein nie bewölkter Busen.Vor trüber Laune schützen dichGelassncr Sinn und Muth, Beschäftigung und Musen.Ja, so erneut dein Liebreiz sich.
In wechselnder Gestalt bezaubcrst du die Sinnen,.Im Schleier itzt der Heiligen,
Und itzt im Blumenschmuck der losen Charitinnen.
Wohin du immer gehst, da gehn
Auch Hand in Hand mit dir die Tugenden und
Scherze ,
Und Mutterwürde geht voran,.
Und neben Iugendlust trägt Weisheit auch die Kerze»Dir darf kein Faun, kein Satyr nahn;
Doch gerne schwebt um dich mit Tanze, mit GesängeDer Jünglinge und Mädchen Chor.
Jm Frcudenchor schwebst du mit leichtem festen GangeAls Freuden-Königen empor.
Aus deinem Aug ergießt sich hohe Himmelswonne.O überall Verbreiters Licht,
Und Lebenskraft und Lust, gleich der verjüngten Sonne.