wider Euch sind wir nicht. Für Euch sind Gott unddie Heiligen! O Eidgenossen, Gott ist für Euch undfür Uns! Gott ist für uns Alle, aller gemeinschaftli-cher Vater! Gott sieht keine Person an; er ficht aufsLeben, nicht auf Meynungen! Seinen Himmel öff-net er jedem, der fromm ist und recht thut! SeinenThron umgeben in gleichen Chören die Jünger desSokrates, und die Jünger Christi, die Anhänger desMoses, und die Anhänger des Numa. *) Dortoben, im Hciligthume deS Lichtes, trennt uns keineSchattengestalt; dort vereinigt uns göttliche Liebe.Hier nur, in dem dunkeln Erdenthale, duldet GottSeckten und Trennungen. Und warum, liebe Herren,duldet er sie? Sie beleben Wetteyfcr und Wachsam-keit. O wie viel Böfes verhindert nicht auch unteruns Protestanten, die Rücksicht <mf die Katholiken?O wie viel Gutes befördern nicht auch wir unter die-sen? Ja, liebe Herren, einst werden auch die katho-lischen Eidgenossen die Früchte unserer Reformen ge.messen. Mögen sie den alten Glauben forterben! Ge-nug , wenn sie ein neu^s Leben beginnen! Mögen siedie Altare und Bild er behalten! Genug, wenn sieweise Lehrer und gute Bürger zu Priestern erwäh-»en! Mögen sie Eremiten und Heilige verehren! Ge-nug, wenn ^tesc Heiligen, wie Niklaus von Flüe,
*) «Lo schreibt Zwing!» selbst in der Glaubenserklärungan König Franz l. Auch sehe man Bullingers Ant-worr auf Luthers Bekenntniß vom Sakramente. Seite