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herabsieht, so verräth er, (und wenn er auch alle Welt-theile durchreiset hat) gänzlichen Mangel an Welt.
Zum Beschlusse noch das Portrait von einem Manne,der sich aber fürwahr in einer nur ganz engen und win-zigen Welt für einen Mann von Welt halten darf: —Der Mann zeichnet sich weder durch Geburt und Ver-mögen , noch durch Geist und Talente vorzüglich aus.An Kenntnissen aber fehlt es ihm nicht. Genau hater die genealogischen Staatskalcndcr, die Thcatcrjour-nale und die Almanache der Musen studirt; genaukennt er die Regeln des Kartenspieles und Billards;genau entscheidet er über die schönste Form eines Hutesund über die neueste Mode einer Schuhschnalle; genauwählt er den schiklichsten Puder für die Brünette undfür die Blondine. Aus seinem äußerlichen Aufzugesollte man schließen, daß er sehr begütert seyn müsse;allein auch dieses macht einen Theil von seinem Wizeund Geist aus, daß er, so wieder Schcinwurm, auchohne eigenes Licht, zu blenden im Stand ist. Bey demblendenden Ausscnfchcine drängt er sich triumphirendin die Mitte jeder Gesellschaft, und kehrt jedem Be-kamen und Fremden den Rüken. Auf dem Spazier-gangc geht er bald ohne den geringsten freundlichenScitenblik, bald mit höhnischem Lächeln, bald mitwilden aufgezogenen Augenbrauen, bald mit gerümpftter Nase — vor dem bescheidenen Mädchen und vordem chrwirdigen Weisen vorüber. In dein Zirkel derschönen Damen und Chapeaux verbreitet er sich wech-selweise in galanten Flcurctten und in konvulsikschen.