erste Geschlecht zu. Mangel der Geschlechter bringtder Sprache einigen Nachtheil: i) Zur Unterschei-dung zwischen Männchen und Weibchen bedarf man,anstatt eines Wortes, zwey Wörter, B. Bok undZiege, Pferd und Stute, Eber und Sau. HingegenHund, Hündin. 2) Bey dem Geschlechtsmerkmalefällt auch (aller Entfernung und Versezung ohngeach-tet) die Verwandschaft zwischen Wort und Beyworts,zwischen Sache und Beschaffenheit desto anschaulicherauf. Ungemein vermindert dieses die Dunkelheit derWörterversezungen. Nicht in allen Sprachen hat dasNennwort einen Vortretter oder Artikel: r) Oeftersdient er als Fürwort oder Pronomen. Hierüber bedarf?aber einen eigenen Abschnitt. -) Auch unterscheideter die Sache oder Person von ihrer Eigenschaft, undverwandelt das Beywort (Adjektiv) in ein Nennwort-,z. B- Gelehrt, der Gelehrte, z) Eben so verwandelter mein Nennwort das unbestimmte Zeitwort, (denInfinitiv) z. B. Lesen, das Lesen. 4) Ferner erleich-tert er die Vcrsezungen. Seine Weglassung giebtzuweilen Wohlklang und Energie, z. B. Tugend machtglüklich; die Tugend macht gluklich. Ausschließenderist der Saz in dem leztcrn Falle. Die deutsche Spra-che hat zweycrley Artikel: Ein, und Der. Jenerist unbestimmter, dieser bestimmter.
Wortfall (Casus) heißt die Abänderung der End-lylbcn. Sie ändert das Verhältniß oder die Beziehungdes Nennwortes. Je merklicher und mannigfacherdie Wortfälle oder Endungen find, desto entbehrlicher