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bis zur Rükkehr zum Bürgen an. Der Fürst gewahrtdie Bitte. Die Fesseln werden dem Orestes abgenom-men , und dem Pyladcs angelegt. Nach inniger Um,armung, trit der Eine aus dem Kerker hervor, und,an seiner statt, bleibt darinn der Andere. Wir über-gehen die ehrenvolle Gefangenschaft von diesem, unddie quälenden Unruhen von jenem. Ganz trostlos istPyladcs, da widrige Winde seine versprochene Zurük-kunft verzögern. Er kömmt, der Gerichtstag; bereitsind die Zurüstungen des Todes. Noch ist Orestesnicht wieder gckommeu, und der strenge Fürst schiebtdas Urtheil nicht auf. Bey der Hinführung zieht erden Orestes'über die Treulosigkeit des Freundes auf,und jener hört nicht auf, das Ausbleiben des Freundeszu entschuldigen. Da er schon den Naken unter demSchwerdtstreiche bükt, entsteht ein Gelärm, und esthut der Hcnkcrhand Einhalt. Pyladcs drängt sichhinzu, fällt seinem Freund um den Hals, und fordertan sich selbst die Vollziehung des Urtheils. Heil denunsterblichen Göttern, schreyt er, daß ich noch zurrechten Stunde erscheine, meine Ehre und dein LebenMetten l Das harte Herz des Fürsten schmelzt; ereilt zur Blutbühne, ruft Vergebung aus, und bittetdie edlen Freunde, an ihrer Freundschaft Theil nein-men zudürfen.
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