Seligkeit der Traurigen.
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Fürgeliebte rc.
Ann ehemahlen der weiseste unter den Königen und derKönig unter den Weisen Solomon / dessen Weisheitneben anderem auch darin« bestanden/ -aß sich sein wei-ses ^erz auf die gelegene Feit und weise verstan-den hat / allen Dingen ihre bestimte Feit /und allemwas unter der Sonnen ist/ seine gelegene Feit assigNt-ret hat / so hat er unter anderem auch gesprochen: Es isteinFeitzuwai-nen / und ein Feit Machen. Es ist ein Feit zutrauren / und einzuhaken. Fleischliche Iuh-und Welt-Kinder/ wann sie diesenSpruch hören oder lesen / jucken/ wie bekant/ alsoöald darauf/ kitzeln sichin ihrem fleischlichen Freuden-Leben / und sagen: Da stehet man / wasvon solchen Maus - Scheusseren und phantastischen Gryllen- Brei-teren (so aber heissen sie / durch eine wahre Lästerung / ihrer Sünden hal-ber etwann betrübete Kinder Gattes/) zuhalten / die von keiner Freudenichts wissen / sonder alle ihre Tage in schwarzer Trailrigkeit ver-schlissen wollen; diedarumauchnichtleidenkönnen/daßmanlustigin Ehren stye/ und auch etwann bey Anlas/ und da es die Leibs-Lraffte doch zulassen / ein stöliches Danzlein thue. Da doch derweise Solomon selber gesprochen: Es stye ein Feit nicht nur zuwai-nen / sonder auch Machen / nicht nur zutrauren/ sonder auch zu-danzen. Mein solchen Menschen antworten wir: dasheissedieSchriss-,.Petr z:is.^n vertrahen zu seiner eignen Verderbnus. Dann (i.) wo istjemahls jemand in der Welt so unverständig gewesen / der alles Lachen/oder alle Freude / ja auch alles Springen und Danzen / als sünblich und abso-lute »«erlaubet verworffen habe? Haben doch die heiligste Kinder Gottesselber sich nicht selten gefreuet? Ja haben sie selber etwann vor Freudengesprungen und gedanzet/ gleich solches aus den Exempeln eines vor derLade des Bunds aus heiliger Freudigkeit des Hertzens hüpfenden und spritt-genden Davids ; item einer/ nach dem Durchzug durch das rothe Meerund der Ersaüffung Vharaonis / vor dem Herren danzenden ProphetinMiriam / und der ttbrigenJsraelitischenWeiberen u. s. f. erhellet / und zurGnüge bekant ist. Was hiesse dann alle Freude und Fröhlichkeit verwerf-«pf. 7)! IS. fen anders / als dieses Geschlecht der Linderen Gottes verdammen /und diese Heiligen Gottes nicht ohne Sund/ einer Sund / deren sie sichdoch nicht schuldig gemachet / bezichtigen wollen ? Doch folget hierausnicht / daß so lachen und danzen auch etwann von Gottes Heiligen ohneSünd gebrauchet worden/ daß darum die Freude / das Lachen und heutige,
Dan-'