Band 
I. Tomus.
Seite
140
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Match. V. 4.

Russe mit Achsir / der Tochter Talebs: Herr/ du hast mir ein dürresLande gegeben/ gib mir auch Wasser-Quellen! Schlage/ oHerr M i;!'Jesu/ den Felsen meines Herzens / damit haüffiges Thränen -Was-ser heraus flieste! Hebe dich auf/ o himlischer Sudwind / und durch-blase meinen Garten / den Garten meines Herzens/daßsein Geruchallenthalben hingetragen werde! Dann wann der Geist Gottes ein-^'^^^mahl recht über dich auögegossen worden / der ein Geist der Gnaden undder Erbärmdcn ist / /o wirst du dann auch erst recht sehen / in wen dubisharo mit deinen Sünden gestochen hast/ und darüber eine Llageführen / wie man eine Llage über einen eingebohrnen führet/ unddich bitterlich betrüben/ wie man sich über einenerstgebohrnen bit- ^t-rlichd-rrübcr.

Werden wir dann M. Br. und Schw. in Christo Jesu so trauren /o so werden wir wahrhaftig selig seyn. Gott wird so unsere Thränenzugleich mit unseren Gebetteren arlffassen in feinen Schlauch. Er wirdso den Dienst/ den wir ihme auf den heutigen Tag erweisen / sich lassen ge-fallen von Hertzen / und uns erfreuen in seinem Betthause. Er Wirdunser Gott und Schild auch bleiben fürters / und uns zum Wunder derWelt und zum Spiegel seiner erstaunlichen Liebe machen weiters. Jaso wird er uns auch erfüllen mit seinem Trost/ mit dem innwendigen Trostseines heiligen Geistes / und das so lang hier/ bis daß er uns endlich ewigselig und aller Thränen los / und hingegen aller Freuden voll machen wirddort ewiglich. Das ist der Trost/ der ins besonder dir / o trauriges KindGottes/ das du deiner Sünden wegen schon manchmahl dich hertzlich be-trübet / ja noch betrübest / das du aus lebendiger Empfindung derselben nochsetz dein Beth etwann gantze Nachte mit Thränen schwemmest / und demseligen Apostel nachruffest : Ach mir elenden Menschen/wer wird michmw dem Leibe dieses Todes erlösen ? wo ist Rath für meine Sün-den ? Wo das Blllt Jesu / das mich von selbigen reiniget ? Woder Geist der Gnaden / der mich dessen in meiner Seele versiche-ret. u. s. f. der / sage ich / dir zugehoret eigen. Jesus hat dich dessen insbesonder in unserem Text versicheret/ und mir ist leyd/ daß ich wegen ver-flossener Zeit diese Versicherung nicht / durch eine weitläuffigere Ausfüh-rung / dir trucken kan in dein traurvolles Hertz hinein. Ich sage dir darumkurtz. Deine Traurigkeit ist dir ein gewisses Beweißthum / daß du seyesteiner der wahren Rcichs-Angehörigen Jesu Christi. Deine Thränen sindgewisse Proben/ daß Gott auf dich fallen lassen das Thau seiner Gnaden;

Deine wäinende Stimm ein krässtige Zeugnuß/ daß du aus Wasser undGeist seyest widergebohren WN Himmel und zum ewigen Leben. Ein

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