Berg-Stadt. Match. V. 14.
4 N
ten unter dem ungeschlachten und verkehrten Geschlecht /und un-ter selbigen als so viel Lichter in dieser Weltscheinen. Dasistnam-M«»: '5kich die Gewohnheit und die leydige Unart / wie wir wo! wissen / der Kin-dern dieser Welt/ daß sie über alle Massen tadelsüchtig/ läfterig und aus-richte sind. Ins besonder richten sie am allerliebsten aus die Bürgeredieser Stadt. Nichts lieget ihnen an denselbigen recht. Sie wissen überalles zueritisiren/ alles an ihnen durch die Hechel zuziehen. Wie nun dasdie Art eines ausrichtigen Menschen ins gemein ist / daß er aufallesdass*andere, die er gern ausrichten und wider die das Schärmesser feiner ver-leumderischen Zunge gern wetzen wolle/ thun/ genaue Achtunggiebet/ ih-nen alles/ so es nur einichen Schein hat / vertrahet und verkehret/ so isteben dieses auch die Art der Kindern und der Bürgern dieser Wett in An-sehung der Kindern Gottes / und der Bürgern dieses heiligen Bergs Gottes.
Aus ihren Mucken machen sie Elephanten/ aus ihren Splittern ungeheureBalcken. Sie gewahren aller / auch der allergeringsten Irregularitäten/die sich an diesen lebendigen Steinen und geistlichen Gebäuen dieser Stadtzeigen. Sie schauen durch ihre xlicrolcopjz und verkehrte Vergrosserungs-Gläser an alle Flecken dieser geistlichen Sonnen und Sternen Gottes/alleMaasen in diesen sonft Schnee-weiffen Atlassen und Damasten. Sie bedie-nen sich derselbigen gern zu ihrem Vortheil / und verdammen unter die-sem Schein das Geschlecht der Lindern Gottes in den Haussen hinein.
Ach lasset uns dann/ lasset lins M. Gel. Brüder / ist uns anders diesesGeschlecht lieb/diesen bösen Menschen solches zu leyd thun/und uns jeder-zeit so verhalten/ daß sie ihre Zungen gegen uns doch niemahl schärffenkönnen mit Recht. Lasset uns hiemit nach der Erinnerung Petri mit guesthun die Unwissenheit dieser tohrachten verstopfen/ und allezeit' '.'5.ein gut Gewissen haben / aufdaß/ worinn sie uns übel reden alsUebelthatern/ die zuschanden werden/ die unsern guten Wandelin Christo schmähen. Endlich lasset uns vornemlich auch dadurch zei-gen/daß wir zu dieser Stadt/ die auf einem Berg/ hiemit Himmel an lie-get / gehören / daß wir dem Himmel in allem unserm Thun auch näherseyen/und kommen/als andere. Das ist euere besondere Pflicht/wisset es/
0 theure Kinder Gottes/o gesegnete Bürgere dieser himmlischen Berg-Stadt. Ihr seyt allbereit mit denen/ die in den Fimmeln sind/ in eine Eph. I! IS.Summ zukamen verfasset. Ihr seyt schon wircklich gekommen zudem Berg Aon/ und zu der Stadt des lebendigen Gottes / zudem himmlischen Jerusalem/ und zu vieltausent Engeln/ zu derallgemeinen Versämlung und Gemeinde der Erstgebohrnen / diein Ammeln angeschrieben sind / und zu Gott dem Lichter aller/
Ii i 2 und